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  • Kader 1./2.Männer

    Saison 2019/20
  • Kader 1./2.Frauen

    Saison 2019/20
  • Handball bei der HSG Fraulautern-Überherrn

    Julia Kissel
  • Handball bei der HSG Fraulautern-Überherrn

    Nico Poncelet
  • Handball bei der HSG Fraulautern-Überherrn

    Jonas Speicher
  • Handball bei der HSG Fraulautern-Überherrn

    Michael Hawner

Die Falken

Hallensportarten kämpfen mit der Coronakrise

HSG Fraulautern-Überherrn versucht Normalität in ungewöhnlichen Zeiten

Wie halte ich Kontakt mit meinen Mitgliedern, was können wir gemeinsam machen, ohne dass wir uns treffen? Mit verschiedenen Aktionen haben die Falken der HSG Fraulautern-Überherrn versucht, die Zeit der Coranakrise so gut wie möglich zu überbrücken. Training war durch die Kontakt- und Hallensperrung sowie die Ausgangsbeschränkungen nicht möglich. Ausmalbilder und Rätsel auf der Homepage und den Sozialen Netzwerken, verschiedene Challenges der Mannschaften, Motivsteinesuche, Fotocollagen, aber kein Handball. Vorstandsitzungen und Mannschaftsbesprechungen, alles per Videokonferenz. Nur so konnte man Kontakt halten. Wie so viele Vereine, die zur Ausübung ihres Sportes auf das Miteinander und eine Hallen angewiesen sind, traf die Coronakrise und ihre Folgen auch die Falken bis tief ins Mark. Mit dem Ausbruch der Pandemie wurde zunächst der Spielbetrieb ausgesetzt und dann knapp vier Wochen später vollständig abgebrochen. Hallen wurden für den Spiel- und Trainingsbetrieb gesperrt. Für die 1. Männermannschaft, den Saarlandligisten kam der Abbruch zu einem unglücklichen Zeitpunkt. Aufgrund einiger Spielerlegungen wegen nicht zur Verfügung stehender Hallen. musste die Spielgemeinschaft bis zur Winterpause sieben Spiel in Folge auswärts antreten, wie man weiß, im Handball meist ein Nachteil. So auch für das arg verletzungsbedingt gebeutelten Team von Spielertrainer Christian Jung und Benny Sauder. Bis Anfang Januar hatten das junge Team trotz guter Leistungen wegen der dünnen Spielerdecke mehrfach knapp das Nachsehen, belegte aber mit 11 : 17 Punkten einen 10. Tabellenplatz. Doch im Februar und März konnte das Trainerteam wieder auf mehrere genesen Spieler zurückgreifen und gleich wurden vier Spiele in Folge gewonnen. Platz 7. Dann kam Corona. Die letzten fünf Matches, alles Heimspiele konnten nicht mehr ausgetragen werden. Ein solider Mittelfeldplatz.

Noch härter traf es die Frauen. Bis zur Saisonunterbrechung führten sie die Tabelle der Bezirksliga mit 29 : 1 Punkten an, doch 5 Spieltage, davon 4 zu Hause standen an. Der angestrebte Wiederaufstieg in die Saarlandliga, sollte er so kurz vor dem Ziel misslingen? Doch der HVS fand beim endgültigen Abbruch eine gute Lösung. Die Tabellenführer steigen auf, es gibt keine sportlichen Absteiger, nur ein freiwilliger Abstieg ist möglich. Die Falkenladies dürfen sich nun nicht Meister nennen, spielen in der nächsten Saison ebenfalls wie die Männer Saarlandliga. Aber wann wird die Saison beginnen? Einige Gemeinden haben ihre Hallen schon mit hohen Hygienestandards geöffnet. Die Gemeinde Überherrn hat sich noch zu keinem möglichen Termin geäußert und die Fliesenhalle Saarlouis ist als Notkrankenhaus noch bis auf weiteres nicht genutzbar.

Nach einer individuellen Trainingsphase, treffen sich die Spieler und Spielerinnen aktuell in kleinen Gruppen zum Ausdauer-, Koordinations- und Stabilisationstraining im Freien. Der DHB hat einen 8 Stufenplan zur Wiederaufnahme des Handballsports im Amateurbereich entwickelt. Danach sollte im Juni das Hallentraining, im August eine Vorbereitungsphase mit Testspielen und im September der reguläre Spielbetrieb wieder beginnen. Ob das funktioniert, entscheidet die Infektionslage.

Die Falken jedenfalls haben ihre Hausaufgaben gemacht. Frühzeitig wurde mit den Trainern der Aktiven verlängert. Schon im Januar war man sich sowohl bei den Frauen wie den Männern mit den Neuzugängen einig. Um im Jugendbereich spielstarke Teams bilden zu können, wurde bei den Mädchen eine Spielgemeinschaft mit Elm-Sprengen und bei den Jungs mit der HSG Völklingen eingegangen. So können alle Jugendspieler in ihrer Altersklasse spielen und sich weiterentwickeln.

Natürlich trifft die Krise auch die Falken wirtschaftlich hart. Durch die ausgefallenen Heimspiele, dazu die Absagen des traditionellen Freizeitturniers „ Ein Dorf spielt Handball“ an Fronleichnam, den großen Jugendturnieren sowie der Kreismeisterschaft für Aktivenmannschaften im August sind viele Einnahmen weggebrochen. Auch die Sponsorenunterstützung ist noch nicht zu kalkulieren, viele Unternehmen sind durch den Lockout in wirtschaftliche Probleme geraten. Die HSG steht noch auf gesunden Füßen, deshalb ist der Rückhalt in der Mitgliederschaft jetzt besonders wichtig. Alle fiebern nun dem Neustart entgegen. Aber wann wird es wieder losgehen?

A.S.

 


+++ Neuzugänge bei den Falkinnen +++

Als dritten Neuzugang dürfen unsere Falkenladies Annika Blug begrüßen. Annika wechselt vom SV Bous zur HSG. Dort lernte sie mit vier Jahren das Handballspielen und blieb dem Verein bis in den Aktivenbereich treu, weswegen der Bouser Verein wie eine zweite Familie für sie ist und ihr der Wechsel alles andere als leicht fiel. Doch Annika begründet warum sie sich letztendlich, wenn auch schweren Herzens, für diesen Schritt entschieden hat: „Ich verfolge den Verein HSG Fraulautern-Überherrn schon seit einigen Jahren. Die starke Entwicklung der Falkinnen diese Saison hat mich überzeugt. Ich bin der Meinung, dass hier ein junges, dynamisches, hoch motiviertes Team auf der Platte steht, das definitiv saarlandligatauglich ist. Ich sehe großes Potenzial in der Mannschaft und da Handball schon immer mehr als ein Hobby für mich war/ist, wollte ich gerne einen neuen Weg einschlagen und Saarlandliga-Luft schnuppern, nachdem ich mit den Damen aus Bous immer Bezirksliga gespielt habe. Mit dem Wechsel erhoffe ich mir, mit meiner zukünftigen Mannschaft ein fester Bestandteil der Saarlandliga zu werden, als Team zusammenzuwachsen und mich persönlich in allen Bereichen des Handballsports weiterzuentwickeln. Ich bin hochmotiviert und freue mich auf all das Neue, was auf mich zukommt und ab kommender Saison ein Teil der HSG zu sein“. Lächelnd und augenzwinkernd fügt sie hinzu: „Ebenfalls ausschlaggebend für meinen Wechsel war natürlich auch der anhaltende Kontakt über mehrere Jahre mit Trainerin Heidi und ihrer Tochter Julia. Und nicht zu vergessen, meine liebe Mitbewohnerin Laura, die mich täglich beeinflussen konnte und bereits vergangene Saison ins Team gewechselt ist“. Sowohl im Jugend- als auch anfänglich im Aktivenbereich, spielte die 22-jährige auf der Linksaußen-Position. Mit der Zeit kristallisierte sich jedoch immer mehr heraus, dass sie mit ihrer Größe auf den Rückraum gehört. Dort fühlt sie sich auch wohl und stellt ihr Können in jedem Spiel mit ihrem Hammerwurf unter Beweis. Mit ihrer Durchschlagskraft und ihrer Wurfgewalt wird Annika unsere Falkinnen ab der nächsten Saison auf den Rückraumpositionen bereichern. Durch die Corona-Krise konnte sich unser Neuzugang nur über digitale Medien bei ihrem neuen Team vorstellen, aber man kennt sich größtenteils seit Jahren und ist sich sicher, dass Annika sowohl sportlich als auch menschlich perfekt ins Team passen wird. „Ich warte sehnsüchtig auf den Tag mit den Mädels auf der Platte stehen zu können.“, fügt die Erzieherin voller Hoffnung, dass es bald wieder in der Halle losgehen kann, hinzu. (J.K.)

Die HSG-Familie heißt dich herzlich Willkommen, liebe Annika.

 


Nachdem Lisa Herzig bereits zur Rückrunde als erster Neuzugang unserer Damen vorgestellt wurde, begrüßen wir nun weitere neue Gesichter in den Reihen der Falkenladies. Starten möchten wir mit Carina Birringer

Das Handball 1x1 lernte Carina beim HC Schmelz. Obwohl die 16-jährige noch so jung ist, konnte sie bereits über eine längere Zeit auf hohem Niveau Handball spielen. Denn Carina wechselte 2016 zum SV 64 Zweibrücken und spielte dort mit ihrem Team sowohl in der C- als auch in der B-Jugend in der RPS-Oberliga. Anschließend konnte sie Erfahrungen in der Bundesliga-Qualifikation mit der A-Jugend sammeln, bevor sie dann aus persönlichen Gründen eine Handballpause einlegte. Schnell merkte sie, dass ihr der Sport fehlt und sie wieder mit dem Handball beginnen möchte. Über ihre Schwester Annika, die bereits für die HSG spielt, wurde Damentrainerin Heidi auf Carina aufmerksam und konnte erste Kontakte knüpfen. Heidi und ihre größere Schwester schafften es dann, sie zu einigen Probetrainings der HSG zu locken. „Heidi und Annika haben mich sehr motiviert wieder mit dem Handball anzufangen. Als ich dann direkt so super und reibungslos im Team aufgenommen wurde und gemerkt habe, dass das Umfeld passt, musste ich nicht lange überlegen und wollte direkt mitspielen. Der Wechsel kam dann sehr schnell und durch die Handballpause war ich sofort einsatzfähig“, so der Neuzugang. Carina stellte in den letzten drei Saisonspielen ihr Können bereits unter Beweis. Die junge Spielerin freut sich sehr auf die kommende Saison in der Saarlandliga und sagt: „Das wichtigste wird sein, dass wir zeigen, dass wir genau in diese Klasse gehören und als Team eine tolle Zeit sowohl auf als auch neben dem Feld haben“. Mit ihrer Schnelligkeit, ihrer Dynamik und ihrem guten Stellungsspiel, kann sie in der kommenden Saison flexibel auf mehreren Positionen eingesetzt werden. Carina hat die besten Voraussetzungen unser junges Team zu verstärken.

Herzlich Willkommen bei den Falkinnen und der HSG, liebe Carina. (J.K.)